Sind Kupferspiralen besser als ihr Ruf?

Diese Empfehlung ist heutzutage aber längst überholt. Die Spiralen besitzen heute einen medizinisch sterilen Kunststoffaden, an dem keine Keime in die Gebärmutter gelangen können. Daher ist das Infektionsrisiko auch im Vergleich zur Frauen ohne Spirale quasi nicht erhöht. Und schon gar nicht sollte man davon unfruchtbar werden. Zudem gibt es heute für junge Frauen ohne Kinder Spiralen, die extra klein oder auch extra flexibel sind (z.B. die Nova T, die ihr auf dem Bild oben seht). Außerdem gibt es inzwischen eine Kupferkette zur Verhütung – die Gynefix - oder sogar einen Kupferball, die beide eine schonendere Form für die Gebärmutter haben und dadurch besonders gut für Frauen sein sollen, die noch keine Kinder geboren haben. Ihr seht also, es hat sich einiges getan auf dem Markt! Dennoch setzen die wenigsten Frauenärzte gerne eine Kupferspirale...
Die Multiload Kupferspirale - Auch wenn die Form eher beängstigend aussieht, verhütet sie sicher, hormonfrei, preiswert und führt nur selten zu Nebenwirkungen.
Kupferspiralen sind in ihrem Anschaffungspreis sehr gering, häufig um die 50 Euro. Spiralen mit Gold sind natürlich teurer, dürfen aber auch länger liegen und bieten somit einen längeren Verhütungsschutz. Auch die Gynefix als sogenanntes rahmenloses Intrauterinpessar ist etwas teurer (etwa 130 Euro). Dazu kommen dann doch die Arztkosten, die man privat bezahlen muss. Legen kann die Spirale eigentlich jeder Arzt, außer bei der Gynefix muss man sich vorher genau informieren, da das Einsetzverfahren etwas komplizierter ist. Ich habe für euch einmal verschiede Spiralentypen in Bezug auf Preis und Lagedauer verglichen und noch weitere Informationen für euch zusammengestellt – auch für die Mirena und Jaydess.
Zum Schluss habe ich für euch noch einmal das Wesentliche auf einen Punkt gebracht....
Vorteile
- Hormonfreie Verhütung und dadurch kein Eingriff in den natürlichen Zyklus
- Langer Zeitraum (3,5 oder noch mehr Jahre)
- Man muss sich zunächst keine Gedanken um Verhütung machen
- Auf die Dauer gesehen relativ preiswert (mit Arztkosten zwischen 100 und 300 Euro)
- Keine (!!!) erhöhte Infektionsgefahr
- Stärkere Regelblutung mit Schmerzen möglich
- Gefahr des Ausstoßens und Verrutschens
- Partner spürt evtl. den Rückholfaden beim Geschlechtsverkehr
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