Jaydess Spirale - Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien!

Hormonelle Verhütung wird in den letzten Jahren hitzig diskutiert. Ich habe mich für euch mal schlau gemacht und wissenschaftliche Studien zur Jaydess Spirale ausgewertet. Wie sehen die tatsächlichen Pros und Cons der Hormonspirale…

Jaydess Spirale -  Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien!
Es gibt mal wieder neue Jaydess Studien, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Im Januar 2015 ist in der Fachzeitschrift „Drug and Therapeutics Bulletin" ein Artikel erschienen, der anhand vergangener Studien einige Fakten zur Jaydess zusammenfasst – manchmal auch im Vergleich zur Mirena. Ich habe mich mal durchgeackert und euch die wichtigsten Erkenntnisse herausgearbeitet. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist allerdings zu beachten, dass 43 % der Frauen aus der Jaydess-Gruppe die 3-jährige Testphase unterbrochen und die Studie vorzeitig beendet haben. Das ist natürlich eine wichtige Information… (und wirft leider kein besonders gutes Licht auf die Jaydess). Die gesamte Publikation findet ihr hier. Die Einlage der Jaydess ist bei 96 % aller Patientinnen beim ersten Versuch erfolgreich. Insgesamt wird die Einlage von der Jaydess im Durchschnitt als etwas weniger schmerzhaft und vom durchführenden Arzt einfacher empfunden, als es bei der Mirena der Fall ist. Zu den Schmerzen bei der Einlage gibt es folgende Aussage: 21 % haben keine, 44 % geringe, 27 % moderate und 8 % starke Schmerzen empfunden. Kleine Ergänzung dazu: Diese Einschätzung ist natürlich vollkommen subjektiv und auch die Gabe von Schmerz- und Betäubungsmitteln war in dieser Studie nicht bei allen Patientinnen gleich. Die Sicherheit beider Hormonspiralen – Jaydess und Mirena – ist sehr hoch. Auf ein Jahr gerechnet werden mit der Jaydess 0,4% und mit der Mirena 0,2% aller damit verhütenden Frauen schwanger. Betrachtet man die kumulative Schwangerschaftsrate, d.h. die Wahrscheinlichkeit, während der gesamten Liegedauer der Spirale schwanger zu werden, liegt diese bei der Jaydess bei 0,9% (für 3 Jahre Liegedauer) und bei der Mirena bei 0,7 % (für 5 Jahre Liegedauer). Die Mirena ist also ein kleines bisschen sicherer als die Jaydess. Diese Informationen zur Mirena habe ich aus diesem Fachbeitrag, wo man außerdem noch weitere interessante Hintergrund-Informationen zu Jaydess und Mirena finden kann. in der Häufigkeit der Nebenwirkungen konnten keine Unterschiede zur Mirena festgestellt werden – ähnlich hatte ich ja bereits hier vermutet. Die Nebenwirkungen, die am häufigsten zum Abbruch der Studie geführt haben, sind ein verändertes Blutungsmuster, Ausstoßung der Spirale (kumulative Wahrscheinlichkeit während der 3 Jahre Liegedauer beträgt 3,7 %), Akne und Unterleibsschmerzen. Außerdem sind Eierstockzysten, Kopfschmerzen oder schmerzhafte Regelblutungen möglich. Schlimmere Nebenwirkungen wie z.B. eine Eileiterschwangerschaft oder Eierstockzysten traten in weniger als 5 % aller Fälle auf. Zum Blutungsmuster kann man sagen, dass bei 13 % der Patientinnen mit Jaydess die Blutung mit der Zeit komplett weg bleibt, bei der Mirena ist dies sogar bei 24 % der Benutzerinnen so. Es können aber auch Schmierblutungen, unregelmäßige Blutungen oder Regelschmerzen auftreten. Die Studie hat zudem ergeben, dass etwa 77 % der Frauen mit einer Jaydess mit ihrem Blutungsmuster zufrieden sind. Außerdem ist es noch interessant zu wissen, dass nach Entfernen der Hormonspirale keinerlei Auswirkung auf die Fruchtbarkeit festgestellt wurde. Direkt nach dem Entfernen ist bereits eine Schwangerschaft möglich. Fazit dieses wissenschaftlichen Papers ist, dass es keinen direkten Grund gibt, aus dem man die Jaydess der Mirena vorziehen sollte. Trotz geringerer hormoneller Dosierung wirkt sich das kaum auf die Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen aus. Schaut man auf den Pearl Index, ist sie sogar minimal unsicherer als die Mirena und auch das Ausbleiben der Regelblutung (was von Frauen oft als positiv empfunden wird), ist unwahrscheinlicher. Einzig das Legen der Jaydess KANN etwas einfacher sein – muss es aber auch nicht. Da dies aber nur 5 Minuten von 3 bzw. 5 Jahren sicherer Verhütung sind, sollte das kein ausschlaggebender Grund für eine Entscheidung sein…

Foto: Freer / shutterstock.com

Jaydess Spirale - Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien!

Es gibt mal wieder neue Jaydess Studien, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Im Januar 2015 ist in der Fachzeitschrift „Drug and Therapeutics Bulletin" ein Artikel erschienen, der anhand vergangener Studien einige Fakten zur Jaydess zusammenfasst – manchmal auch im Vergleich zur Mirena. Ich habe mich mal durchgeackert und euch die wichtigsten Erkenntnisse herausgearbeitet. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist allerdings zu beachten, dass 43 % der Frauen aus der Jaydess-Gruppe die 3-jährige Testphase unterbrochen und die Studie vorzeitig beendet haben. Das ist natürlich eine wichtige Information… (und wirft leider kein besonders gutes Licht auf die Jaydess). Die gesamte Publikation findet ihr hier. Die Einlage der Jaydess ist bei 96 % aller Patientinnen beim ersten Versuch erfolgreich. Insgesamt wird die Einlage von der Jaydess im Durchschnitt als etwas weniger schmerzhaft und vom durchführenden Arzt einfacher empfunden, als es bei der Mirena der Fall ist. Zu den Schmerzen bei der Einlage gibt es folgende Aussage: 21 % haben keine, 44 % geringe, 27 % moderate und 8 % starke Schmerzen empfunden. Kleine Ergänzung dazu: Diese Einschätzung ist natürlich vollkommen subjektiv und auch die Gabe von Schmerz- und Betäubungsmitteln war in dieser Studie nicht bei allen Patientinnen gleich. Die Sicherheit beider Hormonspiralen – Jaydess und Mirena – ist sehr hoch. Auf ein Jahr gerechnet werden mit der Jaydess 0,4% und mit der Mirena 0,2% aller damit verhütenden Frauen schwanger. Betrachtet man die kumulative Schwangerschaftsrate, d.h. die Wahrscheinlichkeit, während der gesamten Liegedauer der Spirale schwanger zu werden, liegt diese bei der Jaydess bei 0,9% (für 3 Jahre Liegedauer) und bei der Mirena bei 0,7 % (für 5 Jahre Liegedauer). Die Mirena ist also ein kleines bisschen sicherer als die Jaydess. Diese Informationen zur Mirena habe ich aus diesem Fachbeitrag, wo man außerdem noch weitere interessante Hintergrund-Informationen zu Jaydess und Mirena finden kann. in der Häufigkeit der Nebenwirkungen konnten keine Unterschiede zur Mirena festgestellt werden – ähnlich hatte ich ja bereits hier vermutet. Die Nebenwirkungen, die am häufigsten zum Abbruch der Studie geführt haben, sind ein verändertes Blutungsmuster, Ausstoßung der Spirale (kumulative Wahrscheinlichkeit während der 3 Jahre Liegedauer beträgt 3,7 %), Akne und Unterleibsschmerzen. Außerdem sind Eierstockzysten, Kopfschmerzen oder schmerzhafte Regelblutungen möglich. Schlimmere Nebenwirkungen wie z.B. eine Eileiterschwangerschaft oder Eierstockzysten traten in weniger als 5 % aller Fälle auf. Zum Blutungsmuster kann man sagen, dass bei 13 % der Patientinnen mit Jaydess die Blutung mit der Zeit komplett weg bleibt, bei der Mirena ist dies sogar bei 24 % der Benutzerinnen so. Es können aber auch Schmierblutungen, unregelmäßige Blutungen oder Regelschmerzen auftreten. Die Studie hat zudem ergeben, dass etwa 77 % der Frauen mit einer Jaydess mit ihrem Blutungsmuster zufrieden sind. Außerdem ist es noch interessant zu wissen, dass nach Entfernen der Hormonspirale keinerlei Auswirkung auf die Fruchtbarkeit festgestellt wurde. Direkt nach dem Entfernen ist bereits eine Schwangerschaft möglich. Fazit dieses wissenschaftlichen Papers ist, dass es keinen direkten Grund gibt, aus dem man die Jaydess der Mirena vorziehen sollte. Trotz geringerer hormoneller Dosierung wirkt sich das kaum auf die Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen aus. Schaut man auf den Pearl Index, ist sie sogar minimal unsicherer als die Mirena und auch das Ausbleiben der Regelblutung (was von Frauen oft als positiv empfunden wird), ist unwahrscheinlicher. Einzig das Legen der Jaydess KANN etwas einfacher sein – muss es aber auch nicht. Da dies aber nur 5 Minuten von 3 bzw. 5 Jahren sicherer Verhütung sind, sollte das kein ausschlaggebender Grund für eine Entscheidung sein…

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